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Der Platz von Schiavon (VI)

Das Tröpfchen des Lokführers

Es muss schon einen guten Grund gegeben haben, dass sich GioBatta Poli (1846-1921) am 15. Jänner 1885 entschloss, von San Luca nach Schiavon umzuziehen.

Einige Monate zuvor, am 25. September 1884, hatte Senator Alessandro Rossi (1819-1898), Unternehmer und glänzender Politiker, die "Wirtschaftsbahn von Schio" gegründet, mit dem Ziel die Bahnverbindungen zwischen den wichtigsten Produktionszentren von Altovicentino und Vicenza, Hauptstadt der Provinz, welche bis 1846 an die wichtigste Bahnlinie jener Zeit angschlossen war, zu realisieren: die Linie Mailand - Venedig.

Unterdessen in San Luca, auf den Hügeln von Marostica, besitzte GioBatta einen florierenden Einzelhandels- und Großhandelsbetrieb mit Lebensmitteln und Strohhüten sowie Erfrischungen und einen Pferdestand.

Wahrscheinlich hat genau der alltägliche Kontakt mit den Reisenden die zunehmende Wichtigkeit der Transportmittel vorausahnen lassen.

 

Vaca Mora Einweihungstag

Wer von der Hochebene von Asiago hinabstieg um nach Vicenza zu gehen, überquerte einst die Burgtore von Marostica und erreichte schließlich die Ebene.

Die Straße führte gerade weiter und die erste Ortschaft die man erreichte war Schiavon. Der Zug hätte von dort natürlich vorbeifahren müssen. So kam es, dass sich GioBatta entschloss, ein Haus und Grundstücke in Schiavon zu erwerben, umzuziehen und die "Osteria zum Hut" zu eröffnen, wo er weiterhin Wein und Strohhüte verkaufte.

Wenige Jahre später kam schließlich die Vaca Mora, die sehr erwartete kleine Dampfeisenbahn, vor der Osteria an. Die Reisenden warteten gerne den "Vaca Mora" in der Osteria ab, welche plaudernd ein Glas Wein oder ein Tröpfchen des selbstgemachten Bitter schlürften, welcher mittels Kräuter-, Fruchtschalen- oder Wurzelaufguss erzeugt wurde. Manchmal trat auch der Lokführer ein...

Einige Tröpfchen später, im Jahre 1898, entstand im Gebäude der Osteria die Destillerie Poli.

Bitterlikör

Vaca Mora - Amaro Veneto

Bitter gewonnen durch aromatischen Kräuteraufguss in Grappa und Alkohol

GioBatta eröffnete 1885 die Schankwirtschaft bzw. Osteria “Al Cappello” bei der Haltestelle Schiavon.

Die Fahrgäste warteten auf die “Vaca Mora”, die kleine Dampfeisenbahn, und genossen dabei ein Schlückchen Kräuterlikör.

vacamora Das Tröpfchen des Lokführers


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Jacopo Poli

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Merkmale

Rohmaterial: Aromatischer Kräuteraufguss
Aroma: Würzig und leicht nach Minze
Geschmack: Bitter auf medizinische Art, digestiv
% AlkInhalt: 32% Alk./Vol - 700 ml
Servierweise: im tulpenförmigen Glas, mit einer Temperatur von 10/15°C

 

Vaca Mora Amaro Veneto Metallrohr - Bitterlikör

Poli